Neuer Superintendent im Amt

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes Ende Juli wurde Pastor Tobias Beißwenger von Bischof Harald Rückert in seine neue Aufgabe als Superintendent des Reutlinger Distrikts eingeführt. Rund 250 Gäste aus Nah und Fern waren in die Erlöserkirche gekommen, um bei der Verabschiedung des ehemaligen Superintendenten Johannes Knöller und der Amtseinführung seines Nachfolgers dabei zu sein.
In seiner Antrittspredigt betonte Beißwenger vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen, dass das Evangelium heute „in angemessener Form“ weitergegeben werden müsse. Hierzu sei es nötig, dass Gemeinden Gewohntes aufgeben und sich auf die Menschen und deren Fragen einlassen. „Rein in den Ort und bereit sein, den Menschen neu und anders zu begegnen“, sei die Maxime. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Christof Voigt (Orgel), der Band WOOD, WINGS & WIRE sowie dem CS-Kreischor unter Leitung von Angelika Schwaiger-Schäfer.
Nach einem Stehimbiss brachten Pfarrer Dr. Albrecht Haizmann (ACK Baden-Württemberg), Prälat Dr. Christian Rose (ev. Kirche) und Dekan Hermann Friedl (kath. Kirche) in Grußworten ihre ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck.

Edgar Reinert

Berge im Blick

Wussten Sie, was Bouldern ist und welche Parallelen sich zu dieser Art des Sportkletterns im Alltag ziehen lassen? Pfarrer Philipp Geißler (Feldstetten) und der seit einem Sportunfall querschnittsgelähmte Gymnasiallehrer Sebastian Frey (Tübingen) ließen uns an ihrer Begeisterung für das Bezwingen hoher Berge und niedriger, aber schwieriger Wände teilhaben.
Auch die anderen Abende des diesjährigen Bezirks-Sommerprogramms waren interessant und gut besucht – egal, ob es um die Entstehung und Bedeutung der Reutlinger Gipfel, um Bergwanderungen im Val Grande oder Erkenntnisse der Resilienzforschung ging. Leider musste der Vortrag über die „Berge in Mythologie und Religion“ wegen Erkrankung des Referenten ausfallen.
Nach 17 Jahren werde ich die Verantwortung für unser Bezirkssommerprogramm abgeben. Ob sich jemand findet, der die Organisation übernimmt? Nach vielen positiven Rückmeldungen – vor allem auch von Gemeindefremden – wäre zu wünschen, dass es auf irgendeine Art und Weise weitergeht.

Edgar Reinert

SOMMERPROGRAMM 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass Berge bezwungen, besucht, bewundert und vermarktet werden, ist bei uns erst seit ungefähr 200 Jahren der Fall. Das Bewusstsein, dass man auf Gipfeln dem Himmel näher ist, und die Erfahrung, dass ein Blick von oben das Leben in anderem Licht erscheinen lässt, ist jedoch uralt. Der Mensch verändert sich, wenn er in den Bergen unterwegs ist. Und manchmal helfen solche Erlebnisse auch, die alltäglichen großen und kleinen „Berge“ zu bewältigen. SOMMERPROGRAMM 2018 weiterlesen

Cantate Domino

Knapp 100 Sängerinnen und Sänger ließen sich im April zu Singtagen des neu gebildeten Sängerkreises Alb nach Tübingen und Mössingen einladen. Unter der Leitung von Christoph Zschunke, dem Kantor des Christlichen Sängerbundes, der virtuos alle Chorsätze auf dem Klavier begleitete, wurde neue und schwungvolle geistliche Chormusik eingeübt. Dabei begeisterten nicht nur die Rhythmen; auch die gehaltvollen Texte kamen beim Abschlussgottesdienst in der Mössinger Friedenskirche gut an. So wurden die vertonte Jahreslosung „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle“ oder auch die Bitte „Weise uns den Weg, Gott, geh mit“ zu Ohrwürmern, die noch lange nachklangen. Manche der eingeübten Lieder werden am Konferenzsonntag in Heilbronn zu hören sein.

Edgar Reinert

Abschied von Superintendent Knöller

Es hat sich längst herumgesprochen, dass Johannes Knöller das Amt des Superintendenten niedergelegt hat und im Sommer eine Stelle in der bayerischen Landeskirche antreten wird. Wer ihn gerne nochmal predigen hören möchte, ist am 15. April um 18 Uhrzum Abendgottesdienst in die Eninger Versöhnungskirche eingeladen.
Gelegenheit zu einem persönlichen Abschied ist beim Gottesdienst zum Amtswechsel am 29. Juli um 16 Uhr in der Erlöserkirche Reutlingen. Zu dieser Veranstaltung wird noch gesondert eingeladen.
Anette Obergfell

Neues Heim für Kanzel und Altar

950 km legten Superintendent Slawomir Rodaszynski und ein Gemeindeglied der EmK in Czarnków (Polen) zurück, um Kanzel und Abendmahlstisch aus der ehemaligen Stephanuskirche in Rommelsbach abzuholen. Sorgfältig verstauten sie das Kirchenmobiliar im Lieferwagen und verbrachten anschließend den Abend mit den Pastorinnen des Bezirks. Am nächsten Morgen ging es auf die lange Reise zurück nach Polen – gestärkt durch ein üppiges Vesperpaket von Ingrid Walter.
Wir freuen uns, dass Kanzel und Abendmahlstisch eine neue Heimat gefunden haben und wir der jungen Gemeinde in Czarnków helfen konnten. Vielleicht lässt sich irgendwann einmal ein Gemeindebesuch in Polen organisieren?
Tabea Münz

netzWERK in der Erlöserkirche

Am 28. Januar durften wir in Reutlingen das netzWERK begrüßen – eine Gruppe von motivierten Menschen aus neun Bezirken rund um Reutlingen, die etwas Großes mit Jugendlichen und für diese entwickeln wollen. Als Koordinator fungiert Michael Breiter. Der Schweizer Theologe wohnt an der Theologischen Hochschule und arbeitet auch auf dem Gemeindebezirk Metzingen und im Evangelisationswerk der EmK mit. Seit über einem Jahr organisiert die Gruppe Jugendevents in der Region Reutlingen – aktuell jeden zweiten Monat.
Das netzWERK-Treffen im Januar unter dem Thema „Letting Go“ – vor Ort vorbereitet von Simon und Tabea Münz – fand in der Erlöserkirche statt und beschäftigte sich mit folgenden Fragen: Was können wir am Beginn eines neuen Jahres loslassen? Was wollen wir bewusst bei Gott abgeben?
Jugendliche aus Kirchlichem Unterricht und dem Teeniekreis unseres Bezirks hatten eine Bar mit bunten Getränken aufgebaut. Es spielte die Jugendband aus Pfullingen, und gemeinsam feierten wir Abendmahl. Zum Abschluss des Abends ließen wir Luftballons steigen.
Alle hatten viel Spaß beim gemeinsamen Reden und Singen.
Tabea Münz

KU – Treuepunkte

Seit diesem Herbst sammeln unsere Teenager im Kirchlichen Unterricht Treuepunkte! Das bedeutet, dass sie ihre Gottesdienstbesuche sowie Mitarbeit in verschiedenen Gruppen in ein Heft eintragen; damit können sie Punkte sammeln.
Wir als Pastorinnen des Bezirks wollen auf diese Weise die jungen Menschen ermuntern, in verschiedene Kreise der Gemeinde „hinein zu schnuppern”. Deshalb könnte es vorkommen, dass Sie von Jugendlichen angesprochen werden, ob sie bei der Lesung, beim Begrüßungsdienst, im Seniorenkreis usw. mitarbeiten dürfen. In diesem Fall werden Sie auch um Ihre Unterschrift gebeten.
Bitte unterstützen sie die jungen Menschen und helfen Sie ihnen, viele Treuepunkte zu sammeln! Wenn alle KUler das Heft bis zum Frühling gefüllt haben, werden wir als Bonus gemeinsam den Europapark besuchen.

Tabea Münz und Anette Obergfell

Was geschieht in Rommelsbach?

Als beim letzten Gottesdienst unserer Gemeinde in Rommelsbach die Stephanuskirche entwidmet wurde, gab es ein Versprechen: Die Symbole der Gegenwart Gottes (Kreuz, Altarbibel, Kerzen, Abendmahlsgeschirr) werden mitgenommen an die Orte, wo wir weiterhin gemeinsam Gottesdienst feiern.
So ist es auch geschehen: Die Altarbibel liegt nun auf dem Abendmahlstisch in der Reutlinger Erlöserkirche, wo auch das Relief „Gleichnisse Jesu“ seinen Platz gefunden hat; die Kerzen brennen in der Eninger Versöhnungskirche, und das Abendmahlsgeschirr kommt im Seniorenzentrum in Honau zum Einsatz. Auch das Mobiliar der Stephanuskirche wird kirchlich weiter genutzt: Die Orgel versieht nun ihren Dienst in der EmK-Gemeinde in Niefern-Öschelbronn, und Abendmahlstisch sowie Kanzel werden zukünftig in einer neu entstehenden Gemeinde in Czarnkow (Polen) stehen.
Das Gebäude der ehemaligen Stephanuskirche ist nun komplett vermietet. Im Untergeschoss ist nach wie vor die „Kinderkiste“ untergebracht, und seit Anfang November bieten im Erdgeschoss Volkshochschule und Musikschule Kurse an. Die Vermietung ist allerdings nur eine Zwischenlösung, bis wir das Gebäude verkaufen.

Anette Obergfell