U3 Kindertagespflege im Jugendheim

Zum Beschluss der BK, das Erdgeschoss im Jugendheim längerfristig als sogenannten „BetriebsTigeR“ zu vermieten, einige Informationen:

Betriebs-TigeR. Was ist das?
Seit über 40 Jahren organisiert der „Tagesmütter e.V. Reutlingen“ die Ausbildung, Vermittlung und Betreuung von Tagesmüttern in unserer Stadt. Seit 2009 gibt es das Konzept „TigeR“, bei dem Tagesmütter, die fremde Kleinkinder von 0 – 3 Jahren in der Regel im eigenen Haushalt betreuen, nun in einem öffentlichen Raum arbeiten. Die Gruppengröße ist überschaubar. Als Partner agieren meist Kommunen oder Betriebe. So können sich Unternehmen durch die Finanzierung einer „Betriebs-TagespLege“ Betreuungsplätze für die eigenen
Mitarbeiter sichern, um diesen zu helfen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Mittlerweile gibt es 15 solcher Einrichtungen in unserer Region, weitere werden geplant.

Tagespflege im Jugendheim: Warum?
Das Erdgeschoss im Jugendheim wurde bisher nur von der Sonntagsschule sowie für einzelne Sitzungen benötigt. Da in den Gremien unseres Bezirks immer wieder
die Frage auftauchte, wie unsere Räume effektiver genutzt und neue Einnahmequellen erschlossen werden können, nahmen wir Gespräche mit dem Tagesmütterverein Reutlingen auf. Dessen Geschäftsführerin Frau Mack brachte uns in Kontakt mit der Firma SOLCOM, die bereits seit einigen Jahren einen Betriebs-TigeR für die eigenen Mitarbeiter einrichten möchte, selbst aber über keine geeigneten Räume verfügt. Nach intensiven Überlegungen wollen wir nun als Bezirk die Einrichtung einer U3 Tagespflegeeinrichtung unterstützen, indem wir unsere Räume vermieten.

Was ist konkret geplant?
Die dazu notwendigen Umbauarbeiten – vor allem im Küchen– und Sanitärbereich – können hoffentlich nach Ostern beginnen. In diesem Zusammenhang wird derzeit auch der Garten um das Jugendheim „verschönert“. Er soll während der Woche von der Tagespflege genutzt werden, abends und am Wochenende aber auch Gemeindekindern zur Verfügung stehen.

Der Vertrag, der die Überlassung unserer Räume sowie die Mietzahlungen regelt, wird zwischen der EmK und der Firma SOLCOM geschlossen. Der Tagesmütterverein e.V., der für die Umsetzung staatlich vorgegebener Richtlinien und die pädagogische Betreuung verantwortlich ist, regelt dies gesondert mit der Firma SOLCOM.

Durch die Einrichtung einer Kindertagespflege -deren Start zum 1. September vorgesehen ist – können wir als EmK auf den großen Mangel an Kinderbetreuungsplätzen in unserer Stadt reagieren und damit in die Öffentlichkeit wirken, unsere Räume besser nutzen und darüber hinaus unseren Bezirk finanziell unterstützen.

Geschichte der EmK Reutlingen im Internet

Seit dem Jubiläum zum 150jährigen Bestehen unserer Kirche in Reutlingen sind nun schon ein paar Jahre vergangen.
Unser Gemeindebriefredakteur Edgar Reinert hat damals aus gegebenem Anlass einen interessanten und tiefgehenden Artikel „150 Jahre Evangelisch-methodistische Kirche Reutlingen – Von der „Reutlinger Mission“ zur Kirchengemeinde“ verfasst, der in den „Reutlinger Geschichtsblättern“ (Jahrgang 2014) veröffentlicht wurde.
Mittlerweile wurden die „Reutlinger Geschichtsblätter“ der Jahre 2010 bis 2015 online auf dem Server der Universität Tübingen veröffentlicht – und damit auch Edgars Artikel. Unter dem Link https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/82920 kann man sich eine pdf-Datei des gesamtenJahrgangs anzeigen lassen.

Jugend in der Region

Wie bereits berichtet, gibt es für die Jugendlichen unserer Kirche, aber auch für Interessierte von außerhalb, in der Region Reutlingen alle zwei Monate ein Event-Angebot – an verschiedenen Orten organisiert durch Jugendpfarrer Michael Breiter.
Seit Jahresbeginn wird dieses Angebot ergänzt um einen zentralen „netzWERK-Treffpunkt“ in der Reutlinger Erlöserkirche, bei dem Jugendliche einander begegnen, Kontakte knüpfen und Beziehungen pLegen können.
Hierzu wurde der Schempp-Saal im Obergeschoss der Kirche, der nun gemeinsam mit
dem Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe genutzt wird, in Eigenregie neu gestrichen und
gestaltet. Die „netzWERK-Treffpunkt“-Termine – am jeweiligen Freitag ab 18 Uhr – sind im Gemeindekalender aufgeführt.
Darüber hinaus kann der Raum auch für Begegnungen verschiedener Jugendgruppen und Teeniekreise genutzt werden. Anmeldung bei Michael Breiter ist jedoch erforderlich (Tel.: 0177 6460682).

Was war los im Seniorenkreis?

Eigentlich wollten wir uns im Oktober mit den Frauen der Reformatoren beschäftigen. Da die Referentin jedoch kurzfristig ausfiel, mussten wir nach einer Alternative schauen. Auch dabei drehte sich alles um Frauen.
Zu Beginn beschäftigte sich Joa Wild mit den beiden gern zitierten Sätzen: „Männer und Frauen passen nicht zusammen!“ und „Die Frau sei dem Manne untertan!“ Er kam – auch unter Berücksichtigung dessen, was darüber in der Bibel steht -zu dem Schluss, dass beide Behauptungen nicht stimmen.
Anschließend referierte Monika Brenner – Pastorin der EmK Pliezhausen – über „unerhörte Frauen in der Bibel“. Zunächst ging es um die Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte („Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein”). Danach beschäftigte sie sich mit der Frau, welche Jesus salbte und mit ihrem Haar abtrocknete (Lukas 7, 36 ff). Es war sehr interessant, die beiden Skandal-Geschichten einmal aus der Sicht der Frauen bzw. im historischen Zusammenhang zu betrachten. Erst bei näherer Beschäftigung mit den Texten wurde einem
bewusst, wie „unerhört“ Jesus in diesen beiden Situationen reagiert hat.
Es war wieder einmal ein spannender und lehrreicher Senioren-Nachmittag.
Barbara Heitmann

Was macht eigentlich unsere Kanzel aus Rommelsbach?

Der Abendmahlstisch und die Kanzel aus unserer ehemaligen Stephanuskirche in Rommelsbach haben sich mittlerweile sehr gut im Kirchengebäude der neuen methodistischen Gemeinde in Czarnkow (Polen) eingelebt. Die Gemeinde freut sich jeden Sonntag sehr über dieses Mobiliar und hat an der Vorderseite der Kanzel das internationale Zeichen der United Methodist Church (Kreuz und Flamme) angebracht.
Vielleicht besuchen wir als Bezirk einmal die Gemeinde in Polen?
Tabea Münz

Neuer Superintendent im Amt

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes Ende Juli wurde Pastor Tobias Beißwenger von Bischof Harald Rückert in seine neue Aufgabe als Superintendent des Reutlinger Distrikts eingeführt. Rund 250 Gäste aus Nah und Fern waren in die Erlöserkirche gekommen, um bei der Verabschiedung des ehemaligen Superintendenten Johannes Knöller und der Amtseinführung seines Nachfolgers dabei zu sein.
In seiner Antrittspredigt betonte Beißwenger vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen, dass das Evangelium heute „in angemessener Form“ weitergegeben werden müsse. Hierzu sei es nötig, dass Gemeinden Gewohntes aufgeben und sich auf die Menschen und deren Fragen einlassen. „Rein in den Ort und bereit sein, den Menschen neu und anders zu begegnen“, sei die Maxime. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Christof Voigt (Orgel), der Band WOOD, WINGS & WIRE sowie dem CS-Kreischor unter Leitung von Angelika Schwaiger-Schäfer.
Nach einem Stehimbiss brachten Pfarrer Dr. Albrecht Haizmann (ACK Baden-Württemberg), Prälat Dr. Christian Rose (ev. Kirche) und Dekan Hermann Friedl (kath. Kirche) in Grußworten ihre ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck.

Edgar Reinert

Berge im Blick

Wussten Sie, was Bouldern ist und welche Parallelen sich zu dieser Art des Sportkletterns im Alltag ziehen lassen? Pfarrer Philipp Geißler (Feldstetten) und der seit einem Sportunfall querschnittsgelähmte Gymnasiallehrer Sebastian Frey (Tübingen) ließen uns an ihrer Begeisterung für das Bezwingen hoher Berge und niedriger, aber schwieriger Wände teilhaben.
Auch die anderen Abende des diesjährigen Bezirks-Sommerprogramms waren interessant und gut besucht – egal, ob es um die Entstehung und Bedeutung der Reutlinger Gipfel, um Bergwanderungen im Val Grande oder Erkenntnisse der Resilienzforschung ging. Leider musste der Vortrag über die „Berge in Mythologie und Religion“ wegen Erkrankung des Referenten ausfallen.
Nach 17 Jahren werde ich die Verantwortung für unser Bezirkssommerprogramm abgeben. Ob sich jemand findet, der die Organisation übernimmt? Nach vielen positiven Rückmeldungen – vor allem auch von Gemeindefremden – wäre zu wünschen, dass es auf irgendeine Art und Weise weitergeht.

Edgar Reinert

SOMMERPROGRAMM 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass Berge bezwungen, besucht, bewundert und vermarktet werden, ist bei uns erst seit ungefähr 200 Jahren der Fall. Das Bewusstsein, dass man auf Gipfeln dem Himmel näher ist, und die Erfahrung, dass ein Blick von oben das Leben in anderem Licht erscheinen lässt, ist jedoch uralt. Der Mensch verändert sich, wenn er in den Bergen unterwegs ist. Und manchmal helfen solche Erlebnisse auch, die alltäglichen großen und kleinen „Berge“ zu bewältigen. SOMMERPROGRAMM 2018 weiterlesen

Cantate Domino

Knapp 100 Sängerinnen und Sänger ließen sich im April zu Singtagen des neu gebildeten Sängerkreises Alb nach Tübingen und Mössingen einladen. Unter der Leitung von Christoph Zschunke, dem Kantor des Christlichen Sängerbundes, der virtuos alle Chorsätze auf dem Klavier begleitete, wurde neue und schwungvolle geistliche Chormusik eingeübt. Dabei begeisterten nicht nur die Rhythmen; auch die gehaltvollen Texte kamen beim Abschlussgottesdienst in der Mössinger Friedenskirche gut an. So wurden die vertonte Jahreslosung „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle“ oder auch die Bitte „Weise uns den Weg, Gott, geh mit“ zu Ohrwürmern, die noch lange nachklangen. Manche der eingeübten Lieder werden am Konferenzsonntag in Heilbronn zu hören sein.

Edgar Reinert