Ostersonntag 12.04.2020

Österliche Zeichen – Hoffnungszeichen

Das Bild “Hoffnungszeichen” kann inzwischen unter folgender Seite abgerufen und betrachtet werden:
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Ostern ist dieses Jahr noch „am Knospen“… die volle Blüte wird die Auferstehung erst zeigen, wenn wir wieder alle beieinander sein können.
Doch so wie wir jedes Jahr darauf vertrauen, dass nach dem Winter wieder alles zu blühen beginnen wird, so dürfen wir darauf vertrauen, dass der Herr uns auch durch diese Zeit besonders nah begleitet, in der wir anderen aus dem Weg gehen müssen.
Wenn wir diesen Emmaus Jünger auf dem Bild betrachten, sehen wir vielleicht unsere eigene Skepsis und Sorge darin widergespiegelt. Nur die Kerze schenkt dem Jünger Licht, um ihn herum ist es noch dunkel. Doch dieser Jünger konzentriert sich nicht auf die finsteren Winkel um ihn herum, sein Blick ist staunend dem Licht der Kerze gewidmet. Ostern gibt unserem Leben einen neuen Blickwinkel.
Das kleine Licht hat das Dunkel durchbrochen. Die Osterkerze steht für die Überwindung von allem Dunkel: Angst, Schuld, Leiden und Tod. Sie verweist auf den Sieg Jesu über die Finsternis.
Etwas Neues hat begonnen – das macht auch der Mandelzweig sichtbar. Der Mandelbaum ist einer der ersten Bäume, die man in Jerusalem nach dem Winter aufblühen sehen kann. Lasst uns an diesem Ostermorgen trotzt der vielen Ungewissheit und Trauer nicht vergessen, auf die neuen Knospen und Blüten der Welt als Gottes Boten zu sehen.
Der Herr ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!
Tabea Münz

 

Sieger Köder, Österliche Zeichen – Hoffnungszeichen. Rosenberger Altar (Ausschnitt)
© Sieger Köder-Stiftung Kunst und Bibel, Ellwangen
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