Mittwoch in der Karwoche

Die Nacht am Ölberg

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Jesus in Rot gehüllt – Farbe der Liebe, Farbe der Passion.
Hier kniete er in der Nacht vor dem größten Schritt, den seine Liebe bereit war zu gehen: dem Weg ans Kreuz.
Doch hier, im Garten Gethsemane, sehen wir wie die Angst Jesus ins Gesicht geschrieben steht.
Rot ist nicht nur sein Gewand, rot wie Blut war auch der Schweiß, der auf den Boden tropfte.
Am Ölberg zittert Jesus um sein Leben.
Der Rabbi, der seine Jünger so oft fragte: „Wovor habt ihr eigentlich Angst?
Habt ihr denn keinen Glauben?“ –Er ist ganz Mensch wie wir.
Jesus warf sich auf den Boden und betet zu seinem „Abba“: „Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir!”
Jesus zeigt uns aber auch in diesem Moment, wie groß sein Vertrauen zu Gott war: „Nicht was ich will, sondern was du willst.“ Jesus findet am Ölberg die Kraft, zu beten, wie er es im Vaterunser lehrte: „Dein Wille geschehe!“ Es ist sicher das schwerste Gebet, sich vorbehaltlos Gott hinzugeben.
Ich bin froh, dass Gott auch mein Schweigen und meine Tränen annimmt und mich anhört, wenn ich noch nicht so beten kann, sondern wie Jesus vor Furcht zittere.
Tabea Münz

 

 

Sieger Köder, Die Nacht am Ölberg
© Sieger Köder-Stiftung Kunst und Bibel, Ellwangen
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