SOMMERPROGRAMM 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass Berge bezwungen, besucht, bewundert und vermarktet werden, ist bei uns erst seit ungefähr 200 Jahren der Fall. Das Bewusstsein, dass man auf Gipfeln dem Himmel näher ist, und die Erfahrung, dass ein Blick von oben das Leben in anderem Licht erscheinen lässt, ist jedoch uralt. Der Mensch verändert sich, wenn er in den Bergen unterwegs ist. Und manchmal helfen solche Erlebnisse auch, die alltäglichen großen und kleinen „Berge“ zu bewältigen.
Alle, die nicht in der Ferne unterwegs sind, heißen wir herzlich willkommen bei unserem Sommerprogramm, das sich auf unterschiedliche Weise dem Thema nähert.Lassen Sie sich einladen zum Sehen und Hören. Und genießen Sie einige Momente der Ruhe und Besinnung auf der Schwelle zur Nacht.

jeweils Donnerstag, 20 Uhr
Erlöserkirche Reutlingen, Kaiserstraße 30

Sommerprogramm_2018

Donnerstag, 9.8.2018, 20 Uhr
Die Reutlinger Berge
Man muss nicht weite Strecken zurücklegen, um einen Gipfel zu erklimmen und die Aussicht zu genießen. Die Berge innerhalb der Reutlinger Gemarkung laden dazu ein. Doch wie sind sie entstanden und zu ihren Namen gekommen? Welche Bedeutung hatten sie in der Vergangenheit, und was macht sie für uns heute interessant? Kommen Sie mit auf eine geographische und kulturhistorische Entdeckungstour!
Edgar Reinert (Reutlingen)


Donnerstag, 16.8.2018, 20 Uhr
Dem Himmel so nah – Berge in Mythologie und Religion
Fast alle bekannten Religionen und Kulturen der Erde kennen heilige Berge. Sie gelten als Sitz von Göttern, als Mittelpunkt der Schöpfung oder Stätte göttlicher Erscheinungen. Auch in der Bibel begegnen uns Berge als Ort der Offenbarung und der Anwesenheit Gottes – allen voran der Berg SINAI und der Berg ZION in Jerusalem. Bedarf es solch heiliger Orte, um dem Göttlichen nahezukommen? Oder sollten wir Gott lieber unten suchen: bei denen, die im Straßengraben der Zeit gelandet sind?
Dr. Jörg Barthel (Reutlingen)


Donnerstag, 23.8.2018, 20 Uhr
„Schön einsam“: Mit Bergfreunden durch die Wildnis des VAL GRANDE
Von der CIMA DELLA LAURASCA schaut man hinab auf den LAGO MAGGIORE, und doch ist man zwei oder drei Tagesmärsche von der nächsten befahrbaren Straße entfernt. Der Naturpark VAL GRANDE ist nahezu von Menschen verlassen. Wer Abstand von aller Zivilisation sucht, ist hier richtig. Berge als Rückzugsort, um Schritt für Schritt wieder zu sich zu kommen. Einsamkeit, in der man einander und Gott nahe kommt. Ein Abend mit
Bildern und Erzählungen von M. Kapp und seinen Wanderfreunden.
Matthias Kapp (Marbach a.N.)


Donnerstag, 30.8.2018, 20 Uhr
Große und kleine Steine auf dem Weg:
Vom Leben mit Rollsplitt und Hinkelsteinen
Beim Thema „Berge und Klettern“ denken manche gleich an hohe Wände, Reinhold Messner und den Yeti. Dabei können auch vermeintlich kleine Hindernisse im ersten Moment unbezwingbar erscheinen. An diesem Abend erzählen ein Schulmeister und ein Pfarrer davon, was sie am Bouldern – dem seilfreien Klettern in Absprunghöhe – reizt. Wie von selbst ergeben sich dabei Parallelen zum Alltag und den großen und kleinen Brocken, die einem auf dem Weg durchs Leben begegnen.
Sebastian Frey (Tübingen) und Philipp Geißler (Feldstetten)


Donnerstag, 6.9.2018, 20 Uhr
Das steht wie ein Berg vor mir!
Jeder von uns kennt solch große oder kleine „ Berg“- Situationen. In diesen Momenten haben wir den Eindruck: „Nichts geht mehr“ – „Das ist nicht zu bewältigen“ – „Das hält doch kein Mensch mehr aus“. Und doch gibt es Menschen, die wie Stehaufmännchen gestärkt und widerstandsfähiger aus solchen Krisen hervorgehen. An diesem Abend wird deutlich, wie uns Erkenntnisse aus der Resilienz-Forschung helfen können, vor uns liegende „Berge“ zu bewältigen.
Waltraud Koller (Reutlingen)